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Umzug

Aufgrund diverser Probleme mit dem CMS (Content Management System) des aktuellen Blogs, habe ich mich für den Umzug zu einem anderen Anbieter (aka Google) entschlossen. Das Handhaben von Bildern, die supermühsame Konfiguration und nicht zuletzt das Nichtvorhandenseins eines Autosafes (jep, hab schon zwei mal Texte verloren...) waren schliesslich Grund genug. Ab sofort findet ihr also meine News unter:

--> http://stschopp.blogspot.com <--


Um euch den Wechsel schmackhaft zu machen, gibts auch einen neuen Eintrag!
Also nichts wie los!

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Mathématiques Financières et Mickey Mouse

Schon sind es wieder über zwei Wochen her seit ich mich an dieser Stelle das letzte Mal gemeldet habe. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Die erste Oktoberwoche präsentierte sich ziemlich langweilig und zudem bei ungemütlichem Herbstwetter. Trotzdem gibt es immer wieder viel zu tun und erleben und die Tage vergehen wie im Flug. Die letzte Woche ihrerseits war sehr stressig und intensiv. Am Freitag stand die zweite Prüfung in Finanzmathematik vor der Tür. Ich muss zugeben, dass ich bis anhin wirklich nur Bahnhof verstanden habe und schlichtwegs überfordert war. Zum Glück haben wir letzte Woche ein Projekt begonnen, in dem wir die trockene Theorie in Excel veranschaulichen sollten. Meine Affinität zu diesem genialen Tool half mir dabei enorm und ich habe sogar wieder etwas Hoffnung geschöpft, dieses Fach vielleicht doch noch erfolgreich zu absolvieren. So habe ich mich also intensiv mit der Materie beschäftigt, Bücher und Internet durchgewältzt und mich auf hilfreiche Erklärungen meiner Projektpartnerin gestürzt. Manchmal hatte ich also wirklich das Gefühl, wir haben nicht dieselbe Vorlesung besucht... ;-)

Lerntechnisch ziemlich ungelegen, fürs Gemüt aber umso erfreulicher präsentierte sich der Donnerstag: Im Rahmen der Parrainage (2. Jahresstudenten die Götti/Gotti für 1. Jahresstudis spielen und diverse Aktivitäten organisieren...) haben wir das Disney Land besucht. Es ist doch immer wieder ein tolles Erlebnis und wir haben bei schönstem Herbstwetter einen amüsanten Tag erlebt. Auch grosse Jungs können sich noch an Mickey Mouse (bzw Minnie...) und Co. erfreuen! :-)

Nach einem weiteren intensiven Lernmorgen freitags fühlte ich mich bereit für die Prüfung. Die Tatsache, dass ich mich vorwiegend aufs Verständnis der Materie und nicht auf Beweise einzelner Theoreme fokusierte, stellte sich dann leider als Nachteil heraus: 70% der Prüfung bestand aus theoretischen Beweisen - wie frustrierend! Na, ja - vielen anderen erging es wohl ähnlich. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass ich einiges besser abgeschnitten habe als das erste Mal.

Anyway, es zählte nur noch das bevorstehende Wochenende, von dem ich in einem nächsten Artikel berichten werde.
A plus!

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Versailles? Parties? Schönes Wetter? Nein - ist doch alles langweilig!

Heute Nachmittag habe ich mich gefragt, über was ich wohl in meinem nächsten Blog-Post berichten soll. Natürlich könnte ich ausführlich über den gestrigen Tag in Versailles berichten. Als wir bei wunderschönstem Herbstwetter (ich habe gehört, in der Schweiz sei es ziemlich kalt?) den ganzen Tag in den prächtigen Gärten von Versailles verbracht haben. Inklusive komplettem Picknick wie es besser kaum sein könnte (man stelle sich 6 Personen vor, die sich an 5 Baguettes, Käse, Schinken, Salami, Trauben, Melone, Schokolade, Chips, Cola und Wasser laben...). Ich könnte auch erwähnen, dass wir am Abend alle leicht rote Köpfe hatten - die Sonne ist auch um diese Jahreszeit noch ziemlich intensiv, vor allem wenn sie den ganzen Tag vom wolkenlosen Himmel scheint! Vielleicht wären auch die Parties im Schwedenhaus ein Wort wert? Wie sie zum Beispiel am Freitag- und auch gestern Abend stattgefunden haben? Oder der obligate "Sex-and-the-City-auf-französisch-guck-Sonntagabend"? Nee, ist doch irgendwie alles langweilig. Will ja auch nicht zu viel Eifersucht verbreiten... Zum Glück ist mir dann kurze Zeit später ein kleines Missgeschickt passiert, das wohl alles andere in den Schatten stellt und sich wunderbar als amüsante Blogstory eignet!

Alors. Ich kam soeben zurück von einer ausgedehnten Joggingtour in den nahegelegenen Parks und freute mich auf eine Dusche. Wie üblich sollten auch jetzt Boxershorts und das Badetuch reichen, um die kurze Strecke zu den Duschen zu überwinden. Just in dem Moment als die Zimmertür hinter mir ins Schloss fiel, merkte ich, dass ich die Zutrittskarte auf dem Bett liegen gelassen habe. Wie in manchen Hotels sind die Zimmer hier nur per Karte zugänglich... Mist! Was nun? Die einzige Möglichkeit in dieser Situation: Reception aufsuchen, Zettelchen ausfüllen, 'one-shot'-Karte entgegennehmen, Zimmer öffnen, Karte innert 5min zurückbringen (sonst kostets 8€!). Das ganze wär ja eigentlich ziemlich einfach. Doch was macht man, wenn man nur in Boxershorts und mit Duschtuch bekleidet ist? Ja genau - dieselbe Prozedur! Juhui!
Zusätzlich ist noch zu erwähnen, dass heute der Hauptanreisetag war und die ganze Eingangshalle voll mit Leuten! Anyway... Ich glaube, ich war nicht der Erste, dem das passiert ist und werde wohl auch nicht der Letzte sein. Immerhin ist mein Bekanntheitsgrad im Haus etwas gestiegen. ;-)

Ich hoffe, euch mit dieser Story einen amüsanten Start in die neue Woche liefern zu können und verbleibe mit den besten Grüssen!

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Why there is no translation for 'cheap'!

As a student it's a daily matter to watch out for the best cost/performance ratios. It doesn't matter where you are or what you want, it's always worth it to compare. Well, that's when we've been asking ourselves why there is no appropriate translation for 'cheap' in French. Sure, you can say "Ca coûte moins cher" or "C'est bon marché". But that's not what we want! Is there any reason?

Yes, I guess after having lived in Paris for two weeks, I know the answer: There is no need for the word 'cheap' in the French language! At least not in the Paris slang. Why? Because there is NO cheap stuff available in this city!
Let's make an example: Beer. If you find a bar where the pint only costs 6€ instead of 8-10€ as everywhere else, you cannot say that it is cheaper. No, it's not. It is just not as expensive. And here we go: "Ici, la bière coûte moin cher!"
q.e.d

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Vélib - la meilleure façon de découvrir Paris!

Als ich heute um halb 10 aufwachte, strahlte mir die Sonne direkt ins Gesicht. Was für ein Morgen in Paris! Ein weiterer traumhafter Spätsommertag scheint seinen Anlauf zu nehmen. Da ich mich trotz eher kurzer Nacht schon schön ausgeschlafen fühlte, fasste ich den Entschluss für eine Sightseeingtour der anderen Art. So kam es, dass ich heute das erste Mal von Vélib Gebrauch machte, einem meiner Meinung nach genialen Konzept: Seit ein paar Jahren in Betrieb, gibt es mittlerweile fast alle 500-1000m eine Vélib-Station. Je nach Lage und Platzverhältnissen finden dort ca 5-20 Velos Platz, die geduldig auf den nächsten Benutzer warten. Dieser kann - sofern er im Besitz eines Jahresabonnements oder Tagespass ist - in wenigen Sekunden ein Velo lösen und davon düsen. Die ersten 30min sind gratis, nachher kostet die Stunde Miete 1€. Egal, denn hält man die Zeit im Auge, kann man nach 25 Minuten das Velo wieder hinstellen und sofort ein neues (oder sogar dasselbe) freischalten! géniale! :-)

So, langer Rede, kurzer Sinn: Ich hab mich dann auf jeden Fall auf eine ausgedehnte Stadttour begeben: Via Montparnasse und Champs de Mars zum Eiffelturm, über Trocadéro und 93, rue de longchamp (unserem ehemaligem Appartement) zu meinem traditionellen Sonntagmorgenbeck (mit den besten Croissants!), weiter zum Arc de Triomph, mit Schwung die Champs-Elysées hinunter (leider nicht im Maillot Jaune), quer über den Place de la Concorde, via Madeleine rauf zur Opéra Garnier (wo mir ein typisch französischer Polizist 135€ Busse wegen Nichtbeachten eines Rotlichts aufbrummen wollte => "sorry. me don't understand. désolé!" => "C'est bon. Allez-y" :-)), zurück Richtung Louvre, dann in nordwestlicher Richtung zum Place de la République, auf stürmische Art und Weise zur Bastille (Vive la révolution!) und dann durch viele verwinkelte Gässchen wieder zurück zur Cité. Boah! Eine dreistündige Tour quer durch Paris mit unglaublich vielen Facetten!

Das Timing war so perfekt, sodass ich mich nach einer kurzen Dusche gerade zu zwei Kolleginnen im Park setzen konnte und gemütlich brunchen. Dort haben wir auch den Rest des Nachmittags verbracht... C'est ça ce que j'aime! Zum Glück ist heute erst Freitag... ;-) Bonne semaine à tous!

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le weekend suédois

Letzten Samstag haben wir den fast obligatorischen Ausflug in die IKEA unternommen. (es gibt übrigens nicht weniger als 7 IKEA-Warehouses in und um Paris!) Welche (Studenten-)Wohnung wird heutzutage ohne jegliche Artikel aus dem Hause Schwedens eingerichtet? Wohl nicht allzu viele... So haben auch wir einige praktische Gegenstände gefunden, die uns im Alltag dienen sollen. Seien dies flauschige Duschtücher, passende Gläser für die feinen französischen Weine, Schüsselchen für das tägliche Frühstück, kuschlige Decken oder auch nur ein normales Kissen um diesen katastrophalen, genickbrechenden 'Schlauch' (sowas nennt sich Kissen?) zu ersetzen.

Natürlich durfte auch ein obligates IKEA-Menu nicht fehlen. Sebastian war zwar nicht sonderlich begeistert über die Tatsache, dass die Köttbollar (Hackfleischkugeln) mit Pommes serviert wurden. Das ist wohl, wie wenn man Zürcher Geschnetzeltes mit Pommes Frites isst! :-) Fast ein bisschen Heimweh hat Sebastian dann in der 'Épicerie suédoise' bekommen. Wäre mir wohl nicht anders gegangen, hätte ich Rösti, Raclette, Cervelats, Lindt-Schokolade, Feldschlösschen und Rivella kaufen können. Wir haben uns deshalb auch mit allen notwendigen Zutaten für ein komplettes Menu 'à la suédoise' eingedeckt.

So wie das Wochenende am Samstag begonnen hat, hat es am Sonntag auch geendet: auf schwedisch, mit einem 3-Gänger - in Senfsauce eingelegte Heringfilets zur Vorspeise, Köttbollar (ja, schon wieder! ;-)) mit Kartoffelstock, Sauce und Preiselbeeren zum Hauptgang und Daim-Schokolade (wobei wir immer noch nicht sicher sind ob die nun wirklich schwedisch ist...) zum Dessert. Dazu gekühltes 'Starköl' (aka schwedisches Bier). Die Kulturreise in den hohen Norden war auf jedenfall ein voller Erfolg!

(Bemerkung: Ihr fragt euch womöglich, wo die hübschen Blondinen - für die Schweden ja so bekannt sein soll - geblieben sind. Wir ehrlich gesagt auch! :-D Nein, aus Platzgründen mussten wir ins Schweizerhaus ausweichen, wobei wir aber auch dort in ganz guter Gesellschaft waren...)

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La vie à Paris

Die Ereignisse überstürzen sich hier in Paris, so dass ich zuweilen gar nicht weiss, ob und was ich überhaupt bloggen soll. Anyway, ich starte einmal mit einem Bericht über das Leben hier an der Cité Internationale Universitaire de Paris (CIUP).

Schon nach einer Woche muss ich sagen, dass sich mein Entscheid, hier in der Cité U zu leben und nicht in der Residenz auf dem Uni Campus, als goldrichtig erweist. Die (einmalige?) Chance, in dieser prächtigen Stadt zu leben, ist einfach unfassbar. Die Cité U ist mit seinen 40 Häusern (die für ca 6000 Studenten Platz bieten) und dem wunderschönen Park ein Bijoux am südlichen Stadtrand. Die Metro/RER ist nur ein kurzer Fussmarsch entfernt und somit auch der Rest von Paris in absoluter Reichweite! Die Uni selber liegt etwas ausserhalb von Paris. Von Tür zu Tür benötige ich zwar etwa 50 Minuten, doch dieser Weg nehme ich sehr gerne in Kauf. Lieber tagtäglich hin und züruck, als mich am Abend und am Wochenende mühsam um die Rückfahrt zum Campus kümmern zu müssen. So weit so gut.

Zu meinem Zimmer: Grundsätzlich fühle ich mich in meinen 11m2 im 6. Stock vom "Maison Arts et Métiers (MAM)" ganz wohl. Das Zimmer ist ziemlich praktisch eingerichtet und die Fenster gut isoliert. (was auch nötig ist, da die achtspurige Periphérique gerade vor meinem Fenster verläuft). WC und Duschen sind auf dem Gang und bis anhin immer sauber. Negativ anrechnen lässt sich die Küche, die in meinen Fall einen Stock tiefer liegt und wirklich nur sehr spärlich ausgerüstet ist. Ich bin ja gespannt, wie sich das einpendeln wird, wenn das Haus ausgebucht ist?! Aufgrund seiner Grösse (imho finden hier bis 600 Personen Platz), ist die Atmosphäre im MAM sehr anonym. Es gibt keinen Aufenthaltsraum, wo man andere Mitbewohner treffen kann und auch auf den Gängen bin ich noch nicht vielen Leuten begegnet. Dies finde ich ziemlich schade...

Zum Vergleich: Das Haus der Schweden hat auf jedem Stock ein super grosses Wohnzimmer und tolle Küchen. Du kannst kaum 5min dort sitzen, ohne dass jemand vorbei kommt und man einen kurzen Schwatz hält! Die Ambiance ist sehr familiär und es kennen sich alle untereinander. Last but not least ist das Schweizerhaus wohl ziemlich dazwischen einzuordnen. Ausstattung eher MAM-like, Atmosphäre eher wie im Schwedenhaus.
Zum Glück kenne ich Robin (CH) und Sebastien (SWE) aus dem UNITECH-Programm, sodass ich überhaupt die Möglichkeit habe, mich auch in diesen Häusern aufzuhalten. Wir haben so schon viele lustige Studen verbracht und natürlich auch viele andere Leute kennen gelernt.

Dies sind die Eindrücke meiner ersten Woche hier in Paris. Das Leben hier an der Cité U geht jedoch erst ab Oktober so richtig los. Dann soll fast jeden Abend irgend ein Happening sein und man wird wohl tagtäglich mit neuen Leuten konfrontiert! Wie spannend!! Es kann also nur noch besser werden!!!

Unverständlich ist für mich einzig, weshalb es auf dem ganzen Gelände weder eine Bar/Pub noch einen Supermarkt oder ähnliches gibt. Das ganze Areal ist zwar konstruiert für Studenten, aber wirkliche praktische Einrichtungen fehlen. Ich weiss nicht, ob dies an fehlendem Unternehmensgeist liegt oder sonstige Restriktionen existieren?!

PS: Fotos folgen demnächst...

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Kontaktinformation

Da ich nicht nur ferienhalber in Frankreich verweile, sondern auch als echter Pariser ('le Parisien' gefällt mir irgendwie besser...) in die Geschichte eingehen möchte, kommuniziere ich an dieser Stelle meine Kontaktinformationen.

Adresse:
   Silvan Tschopp
   Maison Arts et Métiers (ch. 671)
   1, avenue Pierre Masse
   75014 Paris

Natelnummer:
   +33 6 62 74 29 21

Da die mir für 9€ zusätzlich gerade noch ein Handy nachgeworfen haben, kann ich auch meine CH-Nummer aktiviert lassen. Diese werde ich jedoch höchstens 1x täglich checken...

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1. Tag an der Ecole Centrale Paris

Kaum zurück aus Barcelona (darüber werde ich in den nächsten Tag noch etwas genauer berichten...) hat heute schon die Uni begonnen. Also eigentlich war dies schon letzten Mittwoch der Fall, aber da waren wir ja in Spanien. Wir mussten heute also an der ECP - c'est l'Ecole Centrale de Paris, une grand école très renommé, - antraben und den ganzen administrativen Kram über uns ergehen lassen. Wer schon einmal Bekanntschaft mit der französischen Bürokratie gemacht hat, der weiss wovon ich hier spreche. Für alle anderen: Sowas könnt ihr euch schlichtwegs nicht vorstellen!

Wir - das sind 10 Unitech Studenten aus Schweden, Holland, Deutschland (3x), Spanien (3x) und der Schweiz (2x) - sind da also um 8 Uhr angekommen und haben uns voller Elan an den Start des "Circuits d'inscriptions" begeben. Wir hatten einen ganzen Stapel von Blättern bekommen, die wir heute an den verschiedensten Stellen ausfüllen, vorweisen, signieren, stempeln etc mussten. Die ersten Probleme fingen schon an als wir nicht auf ihrer Liste aufgelistet waren. Kein Wunder, schliesslich war heute der 1. Tag der Drittjahrstudenten, fünf von uns sind aber im zweiten Jahr. Ok, das kann passieren. Als nächstes suchten mehrere Damenverzweifelt nach meinem Dossier in der Datenbank und jede zweifelte stark an ihren Fähigkeiten. Es stellte sich dann aber heraus, dass mein Name falsch ins System eingetragen wurde und die Query dadurch erfolglos retournierte.

Um das ganze etwas abzukürzen: Auch im weiteren Verlauf des Tages stellte es sich als Nachteil heraus, dass wir die offizielle Einschreibung des 2ten Jahres verpasst haben. Die Leute waren darauf nicht eingestellt und wir mussten von Büro zu Büro rennen und wieder zurück. Einmal am richtigen Ort wurden wir jedoch stets freundlich empfangen, man wusste wer wir sind und es wurde uns effizient geholfen. Chapeau!

Ein Highlight war auch die Präsenz der drei grossen französischen Banken, namentlich BNP Parisbas, Crédit Lyonais et Société Générale. Innerhalb von 20min haben wir bei allen dreien je ein Bankkonto eröffnet mit Carte Bleue, Sparkonto (4.5% Zins), Checkbuch und sonstigen Benefits. Unglaublich. Und dies alles konstenlos! Ihr fragt euch weshalb wir drei Konten benötigen? Ich mich ehrlich gesagt auch! ;-) Aber anscheinend arbeiten diese Banken mit den Studentenvereinen zusammen und je mehr Konten sie eröffnen, desto mehr Geld erhalten die Vereine. Da es für uns keine Nachteile gibt, sprach also nichts dagegen...

Der Tiefpunkt war der Besuch des Centre Médical, wo wir etwa 2h mit Warten verbracht haben. Als ich endlich an der Reihe war, beklagte sich die Ärztin über die grosse Anzahl Studenten, die sie heute bewältigen müssen und dass jetzt noch jemand aus dem 2. Jahr kommt und sie die Liste nicht mehr hat und sowieso keine Ahnung hat, was sie mit mir machen soll und die Zeit viel zu knapp wird und sowieso. Bla bla bla. trotzdem war es ihr nicht zu schade, mir nachher lang und breit zu erklären wie das französische Gesundheitssystem funktioniert und welche Impfungen man wann und wo machen sollte und so weiter. grml.

Zusammenfassend haben wir heute wohl ein Dutzend Formulare ausgefüllt, jedes Mal mit Name, Adresse etc versteht sich (schon mal was von einer globalen Datenbank gehört? Immerhin hat sich somit der Schreibfehler in meinen Namen nicht weiter propagiert...). Es bleibt anzumerken, dass wir um 17Uhr, also rund 9 Stunden später noch immer nicht alle Posten absolviert haben und somit Morgen zwischen den Vorlesungen mit dem Prozedere fortsetzen können! Yeah!

Zum Abschluss des Tages wurden wir noch zu einem kleinen Apéro eingeladen, bei dem uns der lokale Unitech-Koordinator die wichtigsten Leute vorgestellt hat.Die Leute sind wirklich freundlich und engagiert, aber mit der Organisation happerts ein wenig. Mais ça c'est la France! Morgen gehts los mit den Vorlesungen, mal schauen wie das abgeht. Bin gespannt!

A la prochaine!

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Change of Topic

Liebe Leser! (*)

Nachdem dieser Blog nun für ein Jahr unberührt blieb, wird er heute wieder ins Leben gerufen. Er soll ab sofort nicht mehr über die Ferien in Südostasien schwärmen, sondern wird sich meinem Auslandaufenthalt in Paris und ??? widmen. Dieses bietet sicherlich Gelegenheit genug um mit euch meine Eindrücke, Erlebnisse und Sorgen zu teilen. Ihr werdet hier in unregelmässigen Abständen kürzere und längere Berichte über mein Leben in diesem Zwischenjahr zu lesen bekommen. Und auch das eine odere andere Bild soll euch nicht vorenthalten werden!

Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und freue mich jetzt schon über die Kommentare eurerseits! :-)
Cheers
Silvan

(*) Womit natürlich auch ihr, werte Leserinnen, angesprochen seid!

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